© Erwin Schulze (Standort Spelle NDS)
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Warnstreik am Betonwerk REKERS in Spelle - Die IG BAU fordert 6,8 Prozent mehr Lohn für 3.700 Beschäftigte im Norden

Warnstreik am Betonwerk REKERS in Spelle
Die IG BAU fordert 6,8 Prozent mehr Lohn für 3.700 Beschäftigte im Norden „Beton-Warnstreiks“ in Norddeutschland
Den Warnstreik-Auftakt machte die IG BAU am heutigen Dienstag (19. November) im Betonwerk REKERS im emsländischen Spelle. Hier arbeiten mehr als 700 Beschäftigte – vom Betonfacharbeiter bis zur Büroangestellten. Die Produktpalette reicht von Fertiggaragen über Betonpflastersteine und Terrassenplatten bis zum Transportbeton. Für die Beschäftigten in Norddeutschland hat es in den letzten 14 Jahren keinen einzigen Euro mehr beim JahresBonus gegeben. Das muss sich jetzt dringend ändern“, so Burckhardt. Die Arbeitgeber hätten „die Zeichen der Zeit schon verstanden“ und nun erstmals angeboten, die Extra-Zahlung zum Jahresende um 50 Euro erhöhen zu wollen. „Das ist allerdings – genauso wie das bisherige Lohnangebot der Arbeitgeber von nur 2,4 Prozent – zu wenig. Der Bau boomt – und damit auch der Absatz beim Baustoff Beton. Die Auftragsbücher der Unternehmen sind randvoll. Es wird höchste Zeit, dass die Beschäftigten davon mehr abbekommen. Schon seit Juli warten sie darauf“, so IG BAU-Regionalleiter Carsten Burckhardt. Die IG BAU und der Verband Beton- und Fertigteilindustrie Nord (VBF) treffen sich am 5. Dezember erneut zur dann bereits dritten Verhandlungsrunde. Bis dahin werde die IG BAU „die Branche durch eine intensive Warnstreikphase von der Ernsthaftigkeit ihrer Forderung überzeugen“. Das Produktspektrum, das die norddeutsche Beton- und Fertigteilindustrie gemeinsam mit dem Betonstein-Handwerk abdeckt, ist breit: Es reicht vom Transportbeton im Mischer über Porenbetonsteine, Betonrohre und Pflastersteine bis zu Betonfertigteilen wie Treppen oder Balkone.

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