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Prozessbeginn: Mutmaßlicher Drogenkurier Michael E. (44) vor Gericht

Verdächtiger nach Drogenfund im Schwarzmarktwert von 2 Millionen Euro angeklagt
Nach einem spektakulären Drogenfund im Mai 2010 beginnt heute in Osnabrück der Prozess gegen den mutmaßlichen Drogenkurier Michael E. vor der 15. Großen Strafkammer. Der heute 44-Jährige wird verdächtigt, von Sommer 2007 bis Mai 2010 in Bad Bentheim und Umgebung bei insgesamt 13 Straftaten Drogen gegen Entgeld von Holland aus über die Grenze nach Deutschland transportiert zu haben. Die Drogen-Kurierfahrten sollen mit einem präparierten Pritschenwagen durchgeführt worden sein, der zur Aufnahme größerer Drogenmengen vorbereitet worden war. Diesen soll der Angeklagte jeweils in Holland übernommen und dann nach Deutschland gefahren haben, wo er den Pritschenwagen in einer Scheune in Krogaspe/Schleswig-Holstein abgestellt haben soll. Angeblich erhielt der Angeklagte für jede dieser Kurierfahrten zwischen 2.000 und 2.500 Euro. Aufgefallen war der Drogentransport am 18. Mai 2010 bei einer Routinekontrolle auf dem "Drogenhighway A30". Dort hatten Polizisten das zunächst harmlos aussehende Baustellenfahrzeug gestoppt und bei näherer Untersuchung 50 kg Haschisch und 61 kg Marihuana in einem Hohlraum unter der Ladefläche entdeckt. Bei der Überprüfung eines mit dem Auto in Verbindung stehenden ländlichen Anwesens in Schleswig-Holstein fanden die dortigen Kollegen weitere 135 kg Haschisch und Marihuana, außerdem 56.000 Euro Bargeld und drei Geldzählmaschinen. Laut Zoll lässt dies auf eine bereits seit langem laufende Drogendealerkarriere schließen. Der 44-jährige Fahrer des Pritschenwagens und dessen Besitzer (28) wurden damals festgenommen.

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