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"Historischer" Vuvuzela-Brunnen in Fußgängerzone entdeckt

Da staunte unser Kameramann wirklich nicht schlecht, als er durch die

Fußgängerzone von Löningen (Landkreis Cloppenburg) ging. Die Stadt scheint wirklich immer wieder für außergewöhnliche Maßnahmen gut zu sein. Im Sommer letzten Jahres versetzten sie mal kurzerhand ein 120-Tonnen-Denkmal im ganzen Stück um 50 Meter. Nun fanden wir einen Brunnen in der Fußgängerzone, der dem ersten Anschein nach ein "Vuvuzela-Brunnen" sein könnte. Hat hier die Stadt wirklich so schnell auf die WM reagiert und zu Ehren der "Tröten" gleich einen ganzen Brunnen errichtet? Man kann auf jeden Fall 3 Personen erkennen, die in solch ein Horn blasen. Die Plattform in ca. 1.50 Meter Höhe, auf der sich die Personen langsam im Kreis bewegen, könnten den Weg symbolisieren, auf den sie sich in Richtung Südafrika gemacht haben. Wir wollten es genau wissen und haben den Bürgermeister gebeten, uns zu diesem Kunstwerk Auskunft zu geben. Er gab uns schon zu verstehen, dass bislang niemand auf die Idee gekommen sei, den Brunnen für diese Zeit umzutaufen, fand die Idee aber äußerst interessant. Er war auch sofort bereit, in der Fußgängerzone die Menschen zu fragen, was sie von so einem Vorhaben hielten. Um die Sache aufzuklären: Der Brunnen steht schon einige Jahre in der Fußgängerzone und nennt sich "Adventsbrunnen". Nach alter Tradition, die auch heute noch gepflegt wird, werden hölzerne Trompeten genutzt, um in der Adventszeit abends ein Signal zu geben, dass dann von Dorf zu Dorf weitergeführt wird. Hier ist also traditionell weniger an den ohrenbetäubenden Lärm in einem Fußballstadion gedacht worden, sondern mehr an ein Weitergeben eines Signals durch die Ortschaften.

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