© Dutschek
  • © Dutschek
"Kuhrioser" Einsatz am frühen Morgen

1:1 endet die Partie von den "Schwarzbunten" auf Gastplatz gegen die einheimischen "Orangen" - ungewöhnlicher Frühsport und unerfreuliche Hinterlassenschaften

Am Sonntag wurden bei Tagesanbruch der Polizei vier Rinder auf dem Sportplatz in Schledehausen gemeldet. Die Polizei überprüfte diese ungewöhnliche Meldung, die sich als zutreffend herausstellte: Vier Rinder befanden sich auf dem gepflegten Rasen des Fußballplatzes. Die Ortsfeuerwehr Schledehausen wurden um 6.35 Uhr zur Unterstützung gerufen. Mit Feuerwehrleinen wurden die Tiere umzingelt. Die Feuerwehrkräfte gingen mit großer Ruhe vor, um die Rinder nicht zu vertreiben. Die orangefarbenen Feuerwehrjacken wurden sogar ausgezogen. Vorsorglich wurde auch die am Sportplatz vorbeiführende Straße abgesichert. Durch die Ohrmarken konnte festgestellt werden, welchem Landwirt die Tiere gehören. Mit einem Rinderfangwagen machte sich der Besitzer sofort auf den Weg von der Nachbarortschaft Astrup nach Schledehausen. Von dort waren die Rinder aus einer Weide ausgebrochen und hatten sich zum "Frühsport" nach Schledehausen begeben. Das Futterangebot auf dem kurzgeschnittenen Rasen war jedenfalls mager. Mit einem Eimer Futter lockte der Landwirt die Tiere in den Fangwagen. Gleichzeitig trieben die Feuerwehrkräfte die Rinder behutsam zusammen. In langsamer Fahrt wurden sie wieder zurück auf die Weide gebracht. Warum die vier gut gepflegten Vierbeiner in der Nacht aus der Weide ausgebrochen waren, ist unbekannt. Der Platzwart muss nun die Hinterlassenschaften des Viehs beseitigen, die Abkreidung vornehmen und den Platz für den Anpfiff um 13 Uhr vorbereiten. So kann man aber trotzdem sicher von einem Unentschieden sprechen. Die Rinder hatten ihren Frühsport, die Feuerwehr konnte aber verhindern, dass die Gegenmannschaft die Oberhand behält. Auf der richtigen Weide werden sie sich auch mit Sicherheit wohler fühlen.

Werbung