© Martin Dziadek (Standort Hannover (NI))
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Container ohne Gefahrgutkennzeichnung hat mehrere Chemikalien gelagert: Feuer bricht nach Öffnung unter Chemikalienschutzanzügen aus – Rätselhafte Chemikalien-Reaktion auf Paketzentrum löst Großeinsatz aus - Schwarze brodelnde Substanz gerät in Brand – Warnung an Bevölkerung, über 100 Einsatzkräfte kämpfen gegen unkalkulierbare Gefahr

Pressemitteilung der Feuerwehr Lehrte vom 06.06.2026:

 

Am heutigen Samstagmorgen wurde die Ortsfeuerwehr Lehrte und der Gerätewagen-Messtechnik aus Höver um 3:56 Uhr zu einer ABC-Erkundung auf dem Gelände einer Spedition an der Europastraße in Lehrte alarmiert. Dort hatte ein Mitarbeiter aus einer Wechselbrücke weißen Rauch aufsteigen und eine transparente Flüssigkeit austreten sehen, die zudem einen stechenden Geruch verursachte. Eine Gefahrguttafel oder eine Gefahrgutkennzeichnung befand sich nicht an der Wechselbrücke. Die ersten Einsatzkräfte vor Ort bestätigten das Lagebild. Zudem wurde festgestellt, dass die austretende Flüssigkeit nach dem auftreffen auf dem Boden anfing blasen zu bilden, daraufhin wurde durch den Einsatzleiter eine Alarmstufenerhöhung auf ABC 1 veranlasst, so dass weitere Spezialkräfte zur Einsatzstelle alarmiert wurden. Zeitgleich wurde die Lagehalle, an der die Wechselbrücke stand, geräumt und das Areal weiträumig abgesperrt. Anhand der Ladepapiere konnten einige Chemische Stoffe ermittelt werden, welche in der Wechselbrücke transportiert wurden, jedoch passte keiner der Stoffe zu dem vorgefundenen Lagebild. Während ein Trupp, ausgerüstet mit Chemikalienschutzanzügen die austretende Flüssigkeit mit einem Chemikalienbinder abstreute, wurde mittels einer eingesetzten Drohne eine Wärmeentwicklung innerhalb der Wechselbrücke festgestellt. Daraufhin wurde die Wechselbrücke mit Hilfe eines Fahrzeugs der Spedition vom Gebäude entfernt und der Einsatzleiter erhöhte die Alarmstufe auf ABC 2, womit der komplette Gefahrgutzug der Region Hannover Ost nach Lehrte beordert wurde. Nach dem Öffnen der Brücke wurde die weiße Rauchentwicklung intensiver und kurze Zeit später war auch ein erster Flammenschein sichtbar. Daraufhin wurde ein intensiver Löscheinsatz durchgeführt, bei dem neben Pulver auch Schaum eingesetzt wurde. Die an den Löscharbeiten beteiligten Trupps mussten zur eigenen Sicherheit während ihres Einsatzes ebenfalls Chemikalienschutzanzüge tragen. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurden die Anwohner von Lehrte zeitweise dazu aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Des Weiteren wurde der Teleskoplader der Berufsfeuerwehr Hannover sowie die SEG Lehrte/Burgdorf des Roten Kreuzes alarmiert. Mit dem Teleskoplader wurde die Wechselbrücke nach und nach entladen und es stellten sich erste Erfolge beim Löscheinsatz ein. Nach dem die Wechselbrücke komplett entladen war, konnte Feuer aus gemeldet und die Warnmeldung für die Bevölkerung aufgehoben werden. Nachdem gegen 11 Uhr festgestellt wurde, dass von dem Brandgut und der Wechselbrücke keine akute Gefahr mehr ausging, wurde die Einsatzstelle den Verantwortlichen der Spedition übergeben und die Einsatzkräfte konnten nach und nach die Einsatzstelle wieder verlassen. Welche Chemikalien für die Reaktion und das Feuer verantwortlich waren, konnte nicht abschließend geklärt werden. Verletzt wurde bei diesem Einsatz niemand. Zu der Höhe des entstandenen Sachschadens kann keine Angabe gemacht werde.Im Einsatz waren rund 110 Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes, der SEG des Roten Kreuzes und der Polizei.

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