Mitteilung der Feuerwehr: Großer Flächenbrand – Schaulustige behindern Einsatzfahrzeuge
Aus bislang unbekannter Ursache ist es am frühen Samstagabend zu einem größeren Flächenbrand im Twistringer Ortsteil Üssinghausen gekommen. „Die Lage entwickelte sich zunächst etwas unübersichtlich“, berichtet Jens Meyer, Pressesprecher der Feuerwehr Twistringen. Auf dem abgeernteten Getreidefeld befanden sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs weder Personen noch landwirtschaftliche Maschinen. Zunächst wurde lediglich ein kleiner Flächenbrand gemeldet. Aufgrund der Lageeinschätzung erhöhte die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle Diepholz jedoch umgehend die Alarmstufe. Bereits beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurden weitere Tanklöschfahrzeuge nachalarmiert. Am Ende waren rund 100 Einsatzkräfte aus mindestens acht Ortsfeuerwehren vor Ort (siehe Liste unten). Vorsorglich wurde außerdem das Technische Hilfswerk (THW) Bassum alarmiert. Dieses verfügt über einen 14.000 Liter fassenden Wassertank auf einem Wechselladerfahrzeug. Da die Feuerwehr den Brand jedoch schnell unter Kontrolle bringen konnte, war ein Ausrücken des THW letztlich nicht mehr erforderlich. Wie in ländlich geprägten Gebieten üblich, steht bei Bränden auf Freiflächen nur eine begrenzte Wasserversorgung zur Verfügung. Daher wurden zwei Hydranten in Betrieb genommen. Die eingesetzten Tanklöschfahrzeuge stellten die Wasserversorgung anschließend im Pendelverkehr sicher. Die Löscharbeiten gestalteten sich aufgrund der hohen Temperaturen besonders kräftezehrend. Mit Feuerpatschen und Löschrucksäcken ausgerüstet gingen die Einsatzkräfte gegen die Flammen vor. Zusätzlich wurden Atemschutzgeräte für mögliche Einsätze vorbereitet. Das Löschwasser wurde direkt aus den Fahrzeugen abgegeben, teilweise auch über Dachmonitore (Wasserwerfer). Durch die trockene Vegetation breitete sich das Feuer sehr schnell aus und drohte, über eine Straße hinweg auf ein weiteres Getreidefeld überzugreifen. Dies konnte jedoch verhindert werden. Insgesamt wurden etwa 35.000 Quadratmeter Fläche zerstört. Zwei Landwirte unterstützten die Einsatzmaßnahmen kurzfristig mit ihren Traktoren und Grubbern. „Diese wertvolle Unterstützung hat maßgeblich zum Einsatzerfolg beigetragen“, so Meyer Nach rund 90 Minuten konnte der Einsatz beendet werden.
Schaulustige behindern die Anfahrt
Die kilometerweit sichtbare Rauchsäule zog leider zahlreiche Schaulustige an. Die Zufahrt zum Brandort erfolgte über eine schmale, einspurige Straße. Dadurch kam es mehrfach zu Behinderungen, da Einsatzfahrzeuge und Pkw aufeinandertreffen. „Ein Schaulustiger hatte sich mit seinem Fahrzeug sogar festgefahren. Sein Pkw saß auf, sodass er sich nicht mehr selbst befreien konnte“, berichtet Meyer. Die Feuerwehr bittet die Bevölkerung dringend darum, Einsatzstellen nicht anzufahren und Zufahrtswege freizuhalten. Wiederholt mussten Personen aufgefordert werden, ihre Fahrzeuge zu wenden und den Bereich zu verlassen. „Beim ersten und zweiten Hinweis bleiben wir selbstverständlich freundlich. Wenn Aufforderungen jedoch mehrfach ignoriert werden und dadurch Einsatzkräfte behindert werden, müssen wir konsequent handeln. In solchen Fällen behalten wir uns vor, die Polizei hinzuzuziehen“, erklärt Meyer. Kennzeichen von Fahrzeugen werden dokumentiert. Insbesondere auf schmalen Zufahrtswegen muss jedem klar sein, dass dort während eines laufenden Feuerwehreinsatzes kein Platz für Schaulustige ist – unabhängig davon, ob diese mit Pkw, Fahrrad oder E-Scooter unterwegs sind. Im Einsatz waren die Polizei und die Feuerwehren:
Twistringen, Heiligenloh, Groß Ringmar, Cantrup, Nordwohlde, Neuenkirchen, Harpstedt, Beckeln,
11.07.2026 | 19:00 | ID: 23225
Ort: NI / Twistringen / Landkreis Diepholz
Ort: NI / Twistringen / Landkreis Diepholz