Das anhaltende Niedrigwasser auf dem Rhein zwingt die Binnenschifffahrt zu großräumigen Umleitungen. Der Dortmund-Ems-Kanal (DEK) übernimmt eine Schlüsselrolle für die Versorgung der Industrie im Ruhrgebiet. Da viele Branchen zwingend auf per Schiff angelieferte Rohstoffe angewiesen sind, fängt der DEK die Transportausfälle des Rheins derzeit größtenteils auf. Durch das extrem hohe Verkehrsaufkommen stößt der DEK aktuell an seine Belastungsgrenze. Um den Verkehrsfluss nicht zu gefährden, hat das zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Ems-Nordsee anstehende Wartungsarbeiten, die eine Sperrung des DEK erfordern würden, bis auf Weiteres zurückgestellt. Sie werden erst nach der Normalisierung der Pegelstände auf dem Rhein nachgeholt. Die Schleuse Herbrum gilt als Engpass im Streckenverlauf, die aufgrund der Gezeiten nur tideabhängig betrieben werden kann. Um längere Liegezeiten für die Frachtschiffe zu verhindern, reagiert das WSA-Personal in der Leitzentrale mit flexiblem Einsatz. Durch angepasste Schichtpläne und bedarfsgerechte Schleusungen wird sichergestellt, dass alle Schiffe die Passage trotz der schwierigen Rahmenbedingungen sicher und zügig befahren können. (Quelle: Wasser und Schifffahrtsamt)
04.08.2026 | 09:00 | ID: 23297
Ort: NI / Herbrum und Heede / LK Emsland
Ort: NI / Herbrum und Heede / LK Emsland