© Thomas Lindemann (Standort Harpstedt (NI))
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Dachstuhl eines Wohnhauses steht in Flammen – Einsatzkräfte müssen Innenangriff wegen Flammen und dichtem Rauch abbrechen – keine Personen im Gebäude gefunden – Löscharbeiten über Drehleiter und vom Boden - Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen

Pressemitteilung der Polizei vom 01.09.2026:

Am Dienstag, 1. September 2026, geriet gegen 06:25 Uhr ein Einfamilienhaus im Lönsweg in Wildeshausen in Brand. Verletzt wurde niemand. Nach derzeitigen Erkenntnissen bemerkte eine 41-jährige Bewohnerin des Hauses zunächst ein Feuer im Bereich der Terrasse. Sie beobachtete, wie sich das Feuer auf das Wohnhaus ausbreitete und schließlich auch den Dachstuhl erfasste. Die alarmierten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Wildeshausen, Düngstrup, Colnrade und Ganderkesee waren mit insgesamt rund 75 Einsatzkräften vor Ort und konnten den Brand löschen. Das Einfamilienhaus ist infolge des Brandes derzeit nicht mehr bewohnbar. Der Brandort wurde für die weiteren Ermittlungen beschlagnahmt. Der entstandene Gebäudeschaden wird auf etwa 150.000 Euro geschätzt. Die Brandursache ist bislang ungeklärt. Die Polizei hat die Ermittlungen zur genauen Brandursache aufgenommen. Diese dauern an.

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Pressemitteilung der Kreisfeuerwehr vom 01.09.2026:

Am Dienstagmorgen wurde die Feuerwehr Wildeshausen gegen 6:30 Uhr zu einem gemeldeten Dachstuhlbrand im Lönsweg alarmiert. Zunächst wurde die Alarmstufe 2 ausgelöst. Nur wenige Sekunden nach der ersten Alarmierung erhöhte die Leitstelle Oldenburg das Einsatzstichwort aufgrund weiterer Informationen direkt auf Alarmstufe 3. Damit wurden zusätzliche Kräfte sowie der Informations- und Kommunikationszug des Landkreises Oldenburg alarmiert. Zudem wurde die Sirene im Stadtgebiet ausgelöst. Bereits auf der Anfahrt erhielten die Einsatzkräfte weitere Informationen von der Leitstelle. Demnach sollte es bereits massiv aus dem Dach qualmen, offene Flammen waren zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht sichtbar. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte zeigte sich schnell, dass sich der Brand bereits deutlich weiterentwickelt hatte. Im rückwärtigen Bereich des Gebäudes waren bereits Flammenschein sowie eine pulsierende und massive Rauchentwicklung erkennbar. Das Erscheinungsbild ließ darauf schließen, dass der Dachstuhl unmittelbar vor einer Durchzündung stand. Aufgrund der Lage wurden umgehend die Feuerwehren Düngstrup und Colnrade nachalarmiert, um insbesondere zusätzliche Atemschutzgeräteträger zur Verfügung zu stellen. Da zu diesem frühen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich noch Personen im Gebäude befanden, leiteten die Einsatzkräfte umgehend eine Personensuche ein. Mehrere Einsatzkräfte gingen unter Atemschutz zur intensiven Suche in das Gebäude vor. Die Suche gestaltete sich aufgrund der starken Rauchentwicklung und der damit verbundenen Nullsicht äußerst schwierig. Sämtliche Räume wurden kontrolliert. Glücklicherweise bestätigte sich die Befürchtung nicht: Es befanden sich keine Personen mehr im Gebäude. Im Anschluss konzentrierten sich die Einsatzkräfte vollständig auf die Brandbekämpfung. Im Gebäude herrschten zu diesem Zeitpunkt extreme Temperaturen. Flammen liefen unter der Decke entlang, während der Rauch immer tiefer in das Gebäude gedrückt wurde. Über eine Dachluke verschafften sich die Einsatzkräfte Zugang zum Dachboden und gingen dort gezielt gegen den Brand vor. Parallel wurde das Feuer von außen bekämpft. Um einen möglichst effektiven Löschangriff durchführen zu können, öffneten die Einsatzkräfte an mehreren Stellen die Dachhaut. Ein vollständiges Abbrennen des Dachstuhls konnte jedoch nicht mehr verhindert werden. Das Feuer war bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr weit fortgeschritten. Nach etwa einer Stunde konnte schließlich "Feuer unter Kontrolle" gemeldet werden. Anschließend begannen die umfangreichen Nachlöscharbeiten, bei denen insbesondere verbliebene Glutnester aufgespürt und abgelöscht wurden. Durch die massive Hitze- und Rauchentwicklung entstanden erhebliche Mengen an Ruß und weiteren gesundheitsschädlichen Stoffen. Um eine Verschleppung dieser Kontamination zu verhindern, kam eine feuerwehreigene Hygiene-Einheit zum Einsatz. Die Einsatzkräfte konnten sich dort direkt an der Einsatzstelle entkleiden und reinigen. Die konsequente Einsatzstellenhygiene ist ein wichtiger Bestandteil des Gesundheitsschutzes der Feuerwehrangehörigen. Insbesondere sollen krebserregende und andere giftige Stoffe aus dem Brandrauch nicht über die Einsatzkleidung in das Feuerwehrhaus oder in das private Umfeld der Einsatzkräfte getragen werden. Während der Löscharbeiten stellte die EWE als zuständiger Netzbetreiber das Gebäude stromlos. Dafür musste ein Nebenweg aufgegraben werden, um die erforderlichen Arbeiten an der Stromversorgung durchführen zu können. Währenddessen wurden durch die Feuerwehr weiterhin letzte Glutnester abgelöscht und kontrolliert. Der Lönsweg war für die Dauer des Einsatzes vollständig gesperrt. Auch die Versorgung der Einsatzkräfte wurde während des lang andauernden Einsatzes sichergestellt. Anwohner boten Hilfe mit Verpflegung vor Ort an. Das DRK unterstützte am Feuerwehrhaus die Einsatzkräfte und sorgte mit belegten Brötchen, Kaffee und weiterer Verpflegung für das leibliche Wohl. Insgesamt waren rund 100 Einsatzkräfte aus dem Landkreis Oldenburg und der Stadt Wildeshausen an dem Einsatz beteiligt.

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