©

Noch struppig, aber schon ruppig: Dreifacher Schneeeulen-Nachwuchs im Zoo Osnabrück

Fast jeder kennt sie: Hedwig, die Schneeeule von Harry Potter - und im Osnabrücker Zoo sind seit Juli gleich dreifacher Nachwuchs eines solchen Schneeeulen-Pärchen zu bestaunen, der bereits mit großen gelben Augen neugierig die Umgebung erkundet. Das imposante Schneeeulen-Paar im Zoo Osnabrück hat in diesem Jahr drei Küken ausgebrütet. Das Pärchen bewacht seinen Nachwuchs und beobachtet argwöhnisch jeden, der sich den Jungtieren nähert. Die knapp zwei Monate alten Jungtiere, die schon beinahe so groß sind wie ihre Eltern, erkunden bereits zu Fuß ihre Umgebung. Besucher erkennen die jungen Schneeeulen an ihrem weichen Kopfflaum und am struppigen Gefieder. Enttäuscht werden diejenigen Besucher, die weiße Jungtiere zu sehen hoffen. Die Küken schlüpfen mit antrazithfarbenem Flaum, erst nach einem Jahr, wenn sie in die Mauser kommen, verändert sich die Farben des Gefieders. Aber nur die Männchen werden schneeweiß, während die Weibchen dunkle Bänder und Flecken auf dem Gefieder tragen. So lassen sich Hahn und Henne gut unterscheiden. Eine weitere Besonderheit bei Schneeeulen ist die Tatsache, dass sie -  entgegengesetzt zu andern Vögeln - keine Nester in Bäumen bauen. Die Schneeeulen-Henne legt ihre Eier in Erdmulden und brütet sie dort aus. Wenn die Küken nach etwa einem Monat schlüpfen, sehen sie mit ihren großen gelben Augen und dem strubbeligen grauen Gefieder recht ulkig aus. Aber trotz des niedlichen Aussehens sind sie als Haustiere nicht geeignet. Schneeeulen sind Greifvögel, die mit spitzem Schnabel und scharfen Krallen Mäuse, Lemminge und Kaninchen jagen. Anders, als Harry Potter uns glauben machen will, sollte man also weder den jungen noch den ausgewachsenen Schneeeulen zu nahe kommen.

Werbung